Lissabon 2022 – Stadt, Land, Fluss, Wein.


Wein- und Genussreise nach Lissabon – unterwegs zwischen dem Tejo und dem Atlantik.

Nach Porto im Oktober 2021 jetzt das Follow Up in Lissabon. Mehr Leute, mehr Landschaft, mehr Programmpunkte, mehr Wein!

Und wieder geht es nach Portugal, diesmal in die Metropole Lissabon. Wenn auch die Messlatte schon bei der Porto-Tour im letzten Oktober recht hoch angelegt war, so haben wir auch dieses mal wieder einen „draufgelegt“.

Neun Jungs aus Deutschland, Holland und der Schweiz brachen also an den Tejo auf, um die Stadt, das Umland, die Weine und nicht zuletzt die Menschen vor Ort kennen zu lernen. Wir hatten zwar dazu „nur“ ein verlängertes Wochenende Zeit, aber diese Zeit haben wir „effektiv“ genutzt… 😉

Und um es vorweg zu nehmen, so wie wir schon Porto ohne ein Glas Portwein verließen, haben wir es in Lissabon auch nicht geschafft auch nur einen Meter mit der weltberühmten Straßenbahn zu fahren.

Erster Tag

Schon die Anreise wurde zum Event.

Zum Frühstück Abschied schnell noch ein Gläschen heimischen Weißwein und ab zum Flieger.

Im Airport Lisboa warteten wir dann auf die andern Teilnehmer aus NL und CH, wobei hier schon den nächste Wein, ein Weißer von Esporão, seinen Weg in unsere Gläser fand.

Na gut, auch das ein oder andere eiskalte Superbock verkürzte die Wartezeit…

Im Gegensatz dazu fand einer der Teilnehmer jedoch gar nicht erst den Weg zum Flughafen, was die Reisegruppe von Beginn an von 10 auf 9 Köpfe reduzierte.

Die Anreise war somit entspannt, die Wartezeit am Airport erträglich, das Apartment absolut top, die Lage der Unterkunft verkehrsgünstig.

Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle wussten, was auf sie zukommt, war die Stimmung schon jetzt bestens.

Am Abend sind wir dann zu Fuß ins nahe gelegene Restaurante Águas Liveres mit typisch portugiesischer Küche und einem „alten Bekannten“ von Crasto auf der Weinkarte.

Schlemmen bis zum Abwinken mit Tapas, Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch.

Auch hier bestellten wir gar nicht erst a la carte, sondern ließen uns die Spezialitäten in Töpfen und auf Platten an den Tisch bringen.

Anschließend folgten wir einen lokalen Empfehlung und landeten in der Procopio Bar, der wohl urigsten Pinte der ganzen (Vor-) Stadt Lissabons.

Wohnzimmer-Atmosphäre auf portugiesisch und so winzig, dass man zwangsweise auf Tuchfühlung geht. Quasi Tinder analog.

Es nahm – wie erwartet – ein feucht-fröhliches Ende, so dass wir unseren Schlummertrunk, einen Roten von De Chryseia, „auf Stube“ genossen.

Zum Glück war der Heimweg überschaubar…

Zweiter Tag

Mehr oder weniger ausgeruht begaben wir uns dann am nächsten Morgen erneut in die Hände von The Cool Tours, einer lokalen Reise- und Eventagentur, mir der wir schon in Porto beste Erfahrungen gemacht haben.

Betreut wurden wir von Mariana, die nicht nur einen Weltklasse-Job machte, sondern sich auch über des gebuchte (Zeit-) Maß hinaus für uns engagierte.

Dafür schon mal Danke!

Die erste Station war ein ordentliches Frühstück in der Confeitaria Marquês de Pombal. Von deftig bis süß war alles dabei. Perfekte Grundlage.

Anschließend ging es per Kleinbus nach Sintra, einer historisch bedeutsamen Location und UNESCO-Weltkulturerbe mit zahlreichen Palästen unweit von Lissabon.

Nach einer kurzen Runde (inklusive Kirsch-Schnaps) durch das Städtchen nahmen wir Platz im (bzw vor dem) Loja do Vinho, einer Weinbar direkt gegenüber dem großen Maurenpalast.

Sehen und gesehen werden, dazu zwei Weißweine aus der Region (Vale de Fornos & Herdade dos Grous) und reichlich Tapas.

Go West!

Frisch gestärkt und mit unfreiwilliger Hilfe eines neuen Busses sowie einer neuen Fahrerin ging es dann weiter zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des Festlands des europäischen Kontinents.

Dort entstanden nicht nur die Updates unserer legendären Boygroup-Bilder (aber das ist eine andere Geschichte) sondern wir nahmen auch noch ein schnelles Superbock zur Erfrischung.

Dann kam der Hunger…

Gebucht war ein Tisch in der Bar do Guincho, eine Strandbar in der Nähe von Cascais direkt am Guincho Beach, einem der Top-Surfspots am Atlantik.

Urlaubs-Feeling pur und sensationelles Sea-Food inklusive Austern, gegrilltem Oktopus und Tuna-Steak!

Auch hierzu zwei regionale Weißweine (Aldeia de Irmãos & Quinta do Monte d’Orio) sowie ständiger Nachschub aus der Küche…

Endlich Wein…

Mit „vollen Akkus“ ging die Tour dann weiter entlang der Atlantikküste in Richtung Cascais, unserem nächsten Highlight entgegen.

Vom Wording her als Weinprobe deklariert, handelte es sich jedoch vielmehr um den Besuch des Tasting Rooms, einer top-ausgestatteten und expliziten Wein- und Tapasbar in der Altstadt von Cascais.

Eigentlich noch satt standen natürlich auch hier in kürzester Zeit Käse, Salami und Schinken auf dem Tisch. Verkostet wurden dann von uns zwei Rotweine, diesmal beide von Ávidos, Douro.

Es kam, was kommen musste. Satt bis zur Halskrause und langsam aber sicher in Feierlaune mussten wir den für 20:00 Uhr bestellten Tisch in einem Lissaboner Restaurant leider absagen.

Dafür wurden wir aber vom Cool Tours Team direkt an Lissabons Nightlife-Hotspot „Pink Street“ abgesetzt und starteten satt und zufrieden in die Nacht. Zwar ab hier ohne Wein, dafür aber mit reichlich Partylaune.

Die Location unserer Wahl wurde übrigens die Bar do Cais. Erneut „sehen und gesehen werden“, inklusive portugiesischer Stag-Night & Hen-Night.

Dritter Tag

Wie immer der Tag der Heimreise, diesmal aber inklusive Sightseeing und weiterem Wein…

Am späten Morgen (!) gingen wir erneut in Richtung Innenstadt und gönnten uns ein Dublin-würdiges Frühstück mit Bohnen, Speck und Rührei sowie frischem O-Saft, Kaffee und Bier in der Pastelaria Casulo.

Von dort aus ging es entlang der Sehenswürdigkeiten Lissabons bis zum Praça do Comércio am Ufer des Tejo. Der ein oder andere erkannte auf dem Weg dorthin die Locations der letzten Nacht.

Wie gesagt, wir sahen auch die Straßenbahnen mehrfach, nutzen sie aber nicht…

Mittagessen gab es dann im nahe gelegenen Maria Catita, natürlich portugiesisch.

Dazu einen Rosé (Lacrau, mein erster Rosé in Portugal) sowie einen Weißen (Piloto, den letzten Wein der Tour).

Die eigentliche Heimreise wiederum unspektakulär mit dem obligatorischen Superbock am Airport.


Fazit

Lissabon 2022 – Erneut ein grandioses Wein- und Genussevent, welches uns nicht nur die (Wein-) Kultur sondern vor allen Dingen auch die Menschen Portugals näher gebracht hat.

Gerne wiederhole ich meinen Dank an Mariana von The Cool Tours für das Guiding am Samstag (und ihre Geduld mit uns) sowie an die Taxifahrer Lissabons für die fairen Konditionen.

Ach ja … Danke auch an Knud für die Tour-Orga und an meinen Körper für das Ertragen meiner Vorlieben… 😉


Genuss & more – Galerie


Die Weine der Tour

Lissabon 2022 - Stadt, Land, Wein. Weinliste – Lissabon 2022