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    2008 Riesling Classic – Kloster Eberbach

    Von Uli | 9.September 2009

    Da ich diese Woche eh ins Rheingau wollte fand ich diesen Wein ganz passend: 2008er Rheingau Riesling Classic von Kloster Eberbach.

    2008 Riesling Classic - Kloster Eberbach Es war eine spontane Entscheidung. Sowohl die Fahrt zum Weingut Sohns letzten Sonntag als auch der Kauf dieses Rieslings am Tag zuvor. Obwohl das Eine unmittelbar vom Anderen abhing. Bei meinem Wochenendeinkauf im Edeka Kreuzberg wollt ich einfach noch schnell eine Flasche Wein mitnehmen, hatte aber nicht die Muße mich vor beraten zu lassen. Also stand ich in der Abteilung der deutschen Weine, las auf dem Etikett Kloster Eberbach, dachte an “Der Name der Rose” und griff zu. Übrigens entgegegen der audrücklichen Anweisung meiner Frau heute mal keinen Wein zu kaufen (Keller voll). Aber bei 5,95 € …

    Also gut, dann fangen wir mal aussen an. Der Adler unter dem Schriftzug Rheingau ist zwar in meinen Augen ein Relikt aus (zum Glück) vergangenen Tagen, aber irgendwie ist die idyllische Grafik der Klosters darunter wohl eher der Versuch dies zu kaschieren. So oder so findet das zweigeteilte (aber trotzdem irgendwie überladene) Etikett im Ganzen nicht unbedingt mein Wohwollen. Aber darauf kommt es ja eigentlich nicht an. Im Glas hat der Wein eine schöne hellgelbe Farbe und das Riesling-typische, Apfel-lastige Aroma. Dazu gesellen sich sich noch Spuren von Pfirsisch und Stachelbeere. Auch deutet das Kitzlen in der Nase auf eine frische Säure hin. Der erste Schluck bestätigt diesen Eindruck, denn dieser Wein lebt (nicht schlecht) von seinem feinen Säure-Frucht-Spiel. Der mittellange Abgang schließlich unterstreicht dann abermals diesen frischen Eindruck.

    Der 2008er Rheingau Riesling Classic von Kloster Eberbach ist ein schlanker Freund zu leichten Speisen wie Fisch, Kalbsfleisch oder raffinierter Pasta. Er verträgt auch durchaus pikante Gerichte aus dem fernen Osten. Und das zu einem absolut fairen Preis.

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    2007er Riesling Classic | Kloster Eberbach | Riesling | Qualitätswein | Rheingau | feinherb | 0,75 l | 12,5 % vol | 5,95 € | Bezug: Edeka Koblenz

    Topics: Deutschland, Rheingau, Wein-Dossier, Weißwein | 6 Kommentare »

    6 Kommentare to “2008 Riesling Classic – Kloster Eberbach”

    1. Maggi meint:
      10.September 2009 at 21:54

      Moin Uli!
      Habe ich dich richtig verstanden, dass Du die Entstehung des Adlers auf dem Etikett in der “braunen Zeit” siehst?
      Stimmt aber nicht!
      Er ist nämlich älter – es ist ein preussischer Adler, der früher als Siegel für “guten Wein” benutzt wurde und später dann den Weg aufs Etikett gefunden hat.
      Gruß
      Maggi

    2. Uli meint:
      10.September 2009 at 22:01

      Schon richtig. Allerdings wurde unser Wappentier in (ungefähr)dieser Darstellungsart während der “braunen Zeit” reichlich überstrapaziert. Daher wirkt er auf mich immer etwas martialisch.

      Ich persönlich asoziiere damit eben nicht direkt ein “Siegel für guten Wein”. Und viele andere – speziell jüngere – Konsumenten vermutlich auch nicht.

    3. Seb meint:
      2.Dezember 2009 at 12:23

      Volkommmen richtig. Der Adler ist es auch, der mich vom Kauf dieses Weines abgehalten hat. Wer so unbedenklich, ohne Reflektion auf Tradition behaart, den will ich einfach nicht unterstützen. Natürlich ist es kein reines Nazisymbol, allerdings ist die erste Assoziation nun mal das dritte Reich. Und die Leute, die das Etikett entworfen haben, werden das auch gewusst haben. Einfach unverständlich.

    4. kate meint:
      4.Dezember 2009 at 22:18

      Also, Kloster Eberbach ist ein uraltes Weingut, und der Adler ist schon seit Ewigkeiten Bestandteil ihres Etiketts. Würd ich mir auch nicht verbieten lassen, das wär ja so als müsste ich mein Familienwappen von 1516 ändern lassen nur weil da’n Adler drauf ist. Man kann zwar darüber diskutieren ob Weinflaschenetiketten von traditionellen Winzern nicht auch sanft modernisiert werden können (was Kloster Eberbach auch schon ein bißchen versucht hat), doch wen das vom Kauf abhält – aber jedem Tierchen sein Plaisierchen, klar – der lässt sich einen wirklich gut trinkbaren Wein, den es im Supermarkt zu kaufen gibt, entgehen.

    5. Nülls meint:
      9.Dezember 2009 at 15:17

      Naja, die Bundesregierung hat ja auch einen Adler, den niemand mit dem 3. Reich verbindet – weil er halt anders aussieht. Sowas sollte doch bei einer Weinflasche auch möglich sein, wenn schon Leute den Wein ob des Adlers nicht kaufen.
      Abgesehen davon – das Hakenkreuz ist ja auch ein uraltes Sonnensymbol. Sieht man es deshalb auf heutigen Wetterkarten? Ich nicht. ;-)

    6. Der Wein von Kloster Wolfenstein – aehm Eberbach: Riesling Classic 2008 meint:
      24.Januar 2010 at 19:53

      [...] Jahrhundert als Prädikat für Musterbetriebe im Weinbau vergeben wurde (wenn ich das in den Kommentaren hier richtig gelesen [...]

    Kommentare