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2007 Blauer Spätburgunder – Karl H. Johner
Von Uli | 15.Februar 2010
Die wahre Alternative am Rosenmontag: TwitterWeinVerkostung aka #twv. Heute mit einem 2007er Blauer Spätburgunder von Karl H. Johner, Baden.
Nach der High-Tech-Verkostungen letzte Woche ging man die Sache beim 2. Johner-Wein heute etwas ruhiger an, was aber auch am Rosenmontag gelegen haben könnte. Obwohl – mit der Mehrfach-Video-Schalte wurde zwar auch heute wieder was Neues probiert, aber da spielte die Technik nicht so wirklich mit, was die Verkostung als solches allerdings nicht unbedingt störte. Nach den Erfahrungen mit einer Johner-Fassprobe von gestern Abend habe ich den Spätburgunder also heute fast 2 Stunden zuvor geöffnet und mir auch ein Glas davon fast eine halbe Stunde vor der eigentlichen Verkostung eingeschenkt – der brauch Luft. Viel Luft.
Womit wir auch schon mitten im Thema wären. Johner-Weine kommen allesamt in Burgunderschlegeln mit recht großen Etiketten daher – ein stimmiges Bild. Ebenso stimmig wie die Farbe des Weins: tiefes Granatrot mit violetten und pinken Reflexen. Das Bouquet ist vielschichtig, es finden sich Fruchtaromen von reifer Sauerkirsche, Himbeere und Pflaume (sprich: Rumtopf) sowie Noten von Kräutern, Leder und etwas Holz. Am Gaumen wirds dann aber etwas entspannter. Hier gibts die Holzfass-typische Vanille, die o.g. Früchte sowie erneut Gewürze. Zusammen mit dem leichten Schmelz wurde ich unwillkürlich an Christstollen erinnert. Der Wein ist aufgrunde seiner feinen Säure eher als frisch und leicht zu bezeichnen, was aber kein Manko sein muss. Tannine finden sich erst im Abgang, welchen ich als kurz, andere Twitterianer teilweise als lang empfanden. Seine 13,5 % Alkohol weiß er übrigens geschickt zu verbergen, deren Wirkung eher nicht
Für mich ist der 2007er Blauer Spätburgunder von Karl H. Johner ein wunderbar universeller Essensbegleiter, weniger der geborene “Solist” (Ja, lieber MarcoDatini, diesen Satz hatte auch ich mir zurecht gelegt!) . Wenn auch einige Mitverkoster der Meinung sind man solle den Wein noch 1 bis 2 Jahre reifen lassen, empfand ich ihn wahrlich nicht als verschlossen. Es ist eben keine schwermütige Fruchtbombe sondern ein Wein für unkomplizierten Trinkspass.
WeinSpion – Votum
- Gaumen: 3,3 von 4 Loupes
- Nase: 2,5 von 3 Loupes
- Auge: 1,7 von 2 Loupes
- Preis: 0,5 von 1 Loupe
- Fazit: 8,0 von 10 Loupes
WeinSpion – Shortcut
2007 Blauer Spätburgunder| Karl H. Johner | Baden | Qualitätswein | trocken | 0,75 l | trocken | 13,5 % vol | 18,00 € | Bezug: Erzeuger
WeinSpion – Radar
- MarcoDatini (Blogeintrag)
- Augsburger Weinblog (Blogeintrag)
- Don Simon (Blogeintrag)
Topics: Baden, Deutschland, Rotwein, Wein-Dossier | 5 Kommentare »



















16.Februar 2010 at 11:51
[...] @weinspion [...]
16.Februar 2010 at 13:07
Der Preis in Höhe vom 9,75 Euro bezieht sich laut Webshop Herrn Johners auf 0,375 l Flasche, nicht auf 0,75 l Flasche. Bitte korrigieren.
16.Februar 2010 at 14:40
Danke für die Info. Korrigiert!
16.Februar 2010 at 18:26
Ich fand die erste Johner Twitter Wein Verkostung faszinierend, mit der Skype Schaltung zum Vater in den Wingert und den Weinkeller. Der zweiten fehlten diese Aspekte obwohl sie potentiell deutlich interaktiver ist.
http://schiller-wine.blogspot.com/2010/02/wine-and-web-20-in-germany.html
Cheers.
Christian
16.März 2010 at 00:53
[...] weiteren Blogartikel über die Twitter Weinverkostung am 15.2.2010 Augsburger Weinblog Don Simon Weinspion [...]