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	<title>WeinSpion &#124; Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein &#187; Winzer</title>
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	<description>Guten Wein finden und Wein gut finden.</description>
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		<title>Weinpreis(e) vs. Schmerzgrenze(n)</title>
		<link>http://www.weinspion.de/2009/09/weinpreise-vs-schmerzgrenzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 16:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer &#8211; so wie ich &#8211; im Bekannten- und Verwandtenkreis dafür bekannt ist &#8220;sich für Wein zu interessieren&#8221;, kommt um die leidige Preisdiskussion einfach nicht herum. Hier der Versuch einer  Rechtfertigung Kategorisierung Erklärung &#8211; zum Leidwesen einiger Weinfreunde und zur Freude diverser Schubladendenker. Es gelten die Stufen 5 Euro, 10 Euro und 100 Euro.
er kennt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Wer &#8211; so wie ich &#8211; im Bekannten- und Verwandtenkreis dafür bekannt ist &#8220;sich für Wein zu interessieren&#8221;, kommt um die leidige Preisdiskussion einfach nicht herum. Hier der Versuch einer  <span style="text-decoration: line-through;">Rechtfertigung</span> <span style="text-decoration: line-through;">Kategorisierung</span> Erklärung &#8211; zum Leidwesen einiger Weinfreunde und zur Freude diverser Schubladendenker. Es gelten die Stufen 5 Euro, 10 Euro und 100 Euro.</span></h3>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/allgemeine_bilder/grand-cru-01.jpg" title="Grand Cru © sxc.hu" class="shutterset_singlepic174" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/174__109x267_grand-cru-01.jpg" alt="Grand Cru © sxc.hu" title="Grand Cru © sxc.hu" />
</a>
Wer kennt das nicht: Kaum kommt das Thema Wein auf, finden sich ettliche <span style="text-decoration: line-through;">Gelegenheitsweinkenner</span> Konsumenten, die auf &#8220;Ihren&#8221; ALDI-, LIDL- und/oder Nettowein für &#8221; nur&#8221; 3,99 Euro schwören. Und wenn wir mal ganz tief in uns gehen müssen wir zugeben, nur sehr wenige stichhaltige Argumente dagegen aufführen zu können. Das ultimative Killerargument der Discounter-Zecher (die immerhin nahezu 3/4 der Gesamtkonsumenten ausmachen) ist hierbei &#8220;Hauptsache, er schmeckt mir.&#8221; Tja, was will man da noch sagen.</p>
<p>Obwohl es ja auch wieder chizophren ist beim Bier auf des deutsche Reinheitsgebot von anno dunnemal zu pochen, aber beim Wein nach dem Motto zu handeln: &#8220;Mir egal wie die es gemacht haben, Hauptsache es schmeckt, knallt und gibt keinen Schädel!&#8221; Ein wenig fühle ich mich hier an das Statement von <a title="Würtz-Wein" href="http://wuertz-wein.de/wordpress/2009/09/01/die-kunst-des-weinmachens/" target="_blank">Dirk Würtz</a> erinnert, der die wahre Kunst des Weinmachens im Keller sucht und eben daher im Glas findet. Prinzipiell hat er ja Recht, aber welcher Weinfreund würde das eingestehen? Da helfen auch keine noch so schlüssig vorgetragenen Rechen(bei)spiele wieviel von einem 5 Euro-Wein noch beim Winzer hängen bleibt (Habe den Link zum entsprechenden Artikel leider verzottelt). Darf dem Kunden ja auch egal sein, oder?</p>
<p>Ich habe daher mal 3 Weinpreis-Schmerzgrenzen definiert, die vielleicht nicht ultimativer Fakt sind, das Ganze aber einigermaßen schlüssig erklären. Nicht mit einbezogen habe ich die &#8220;Zuschläge&#8221; für Parker und Co.<span id="more-1245"></span></p>
<h3>LEH-Schmerzgrenze: 5 Euro</h3>
<p>Ausgehend von des Discountern liegt in diesem Preissegment wohl annähernd 90% der angebotenen Weine. Beziehe ich den Preis auf den Liter dürften es sogar noch ein paar Prozent mehr sein. Für den Lebensmittelhandel spielt sich hier das Hauptgeschäft ab. Es ist (fast) egal, was auf der Flasche (oder dem Tetra-Pak) steht &#8211; sprich Herkunft, Jahrgang, Rebsorte, etc. Unterschieden wird nach rot, rosé oder weiß sowie trocken, halbtrocken und süß. Gerne auch noch griffige Markennamen aus der Fernsehwerbung. Fertig. Am oberen Rand dieses Segments gibt es dann allerdings doch noch den ein oder anderen Wein, der die Rebsorte, den Jahrgang oder sogar die Herkunft preisgibt. Das sind dann LEH-Topweine.</p>
<p>Was darf ich also von einem solchen Wein erwarten? Eigentlich nur, dass er <span style="text-decoration: line-through;">&#8221; nicht weh tut&#8221;</span> &#8220;schmeckt&#8221;. Reicht ja wohl auch, oder? Die wenigsten Kunden denken aber daran, dass man beim Winzer für unter 5 € u.U. schon einen richtig guten und charaktervollen Wein erstehen kann. Man fährt ja seine Milch auch nicht (mehr) beim Bauern holen&#8230;</p>
<h3>Winzer-Schmerzgrenze: 10 Euro</h3>
<p>Es ist schon interessant zu sehen, wie viele Winzer sich schwer damit tun mehr als 10 Euro für ihren Wein zu verlangen. Dabei ist es doch im Grunde so einfach: Die Gefahr für (über) 10 Euro einen schlechten Wein zu erwischen ist denkbar gering. Ich unterstelle zwar grundsätzlich jedem Winzer jeden Wein gut mach zu wollen, aber ab der magischen 10 Euro-Grenze  (VK ab Hof) gibt er sich erst recht richtig Mühe. Darunter kann man natürlich auch Unmengen guter Weine finden und das Gros des Angebots bewegt sich ja auch in diesem Bereich, aber darüber traut es sich der (deutsche) Winzer entweder nicht zu oder er kann es wirklich nicht. Denjenigen, die sich trauen (und es können) gibt der Erfolg recht.</p>
<p>Für die Selbstvermarkter und übrigens auch die meisten Fachhändler stellt somit das Segment von 5 bis 10 Euro das Hauptgeschäft dar. Die Auswahl ist groß, die Qualität in aller Regel gut bis sehr gut und noch besser. Die Mutigen (Winzer) haben allerdings die höhere Rendite!</p>
<h3>Weinfreunde-Schmerzgrenze: 100 Euro</h3>
<p>Um es vorab zu sagen: diesen Wert habe ich willkürlich gewählt. Hier hätten genau so gut 50 oder 500 Euro stehen können. Mir geht es dabei weniger um einen konkrete Grenze als vielmehr um die Feststellung, dass es eigentlich keinen rationalen Grund (sprich Herstellungskosten) gibt (mehr als) diesen Betrag zu zahlen. Vielmehr liegt es ausschließlich im Ermessen des einzelnen Weinfreunds, ob er bereit ist, diesen Preis zu berappen. Dabei spielt es auch nur eine sehr individuelle Rolle, ob dieser Wein jetzt durch Parker gehypt wurde oder nicht.</p>
<p>Es darf bezweifelt werden dass es allzu viele Winzer gibt, die ihre Weine unmittelbar zu diesen Preisen vermarkten können, von den ganz großen Namen einmal abgesehen. Wer es trotzdem (mit Erfolg) tut: meine Hochachtung.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ja, ein Wein darf 100 oder mehr Euro kosten. Ob er es auch Wert ist liegt ausnahmslos im Auge des potentiellen Käufers. Hier gelten die Gesetze von Angebot und Nachfrage uneingeschränkt.</p>
<p>Und ja, es gibt &#8220;gute&#8221; Weine für unter 5 Euro. Auch hier liegt der Maßstab in der Hand des einzelnen Konsumenten. Wer kann da schon widersprechen?</p>
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		<title>Stippvisite: Weingut Sohns, Geisenheim</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 19:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Wein-Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmacher]]></category>
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		<description><![CDATA[Hiermit bestätige ich meiner Familie inklusive unserem Kinderwagen volle Geländetauglichkeit. Errungen bei der gestrigen Weinwanderung mit Verkostung in der Straußwirtschaft vom Weingut Sohns in Geisenheim im Rheingau.
Die komplette Bildergalerie gibts übrigens hier!

eine Frage, ich hatte meine Frau auch etwas im Unklaren über den Umfang dieser Mission gelassen, aber der Erfolg gab mir Recht. Also sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Hiermit bestätige ich meiner Familie inklusive unserem Kinderwagen volle Geländetauglichkeit. Errungen bei der gestrigen Weinwanderung mit Verkostung in der Straußwirtschaft vom Weingut Sohns in Geisenheim im Rheingau.</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Die komplette <strong>Bildergalerie</strong> gibts übrigens <a title="Galerie Weingut Sohns" href="http://www.weinspion.de/galerien/weingut-sohns-geisenheim/" target="_self"><strong>hier</strong></a>!<br />
</span></p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/weingut-sohns-geisenheim/sohns-geisenheim-00.jpg" title="Erich Sohns vor heimischer Kulisse" class="shutterset_singlepic158" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/158__200x267_sohns-geisenheim-00.jpg" alt="Erich Sohns vor heimischer Kulisse" title="Erich Sohns vor heimischer Kulisse" />
</a>
Keine Frage, ich hatte meine Frau auch etwas im Unklaren über den Umfang dieser Mission gelassen, aber der Erfolg gab mir Recht. Also sind wir gestern Mittag mit Erich Sohns und einem guten Dutzend weiterer Weinfreunde in und durch die Weinberge gewandert um Interssantes und Schmackhaftes aus Geisenheim kennen zu lernen. Wein von Sohns kannte ich zwar schon, da ich mit beiden Söhnen lange Jahre auf Events zusammen gearbeitet hatte und die Eventagentur zu Weihnachten auch schon mal Sohns-Wein versandt wurde, aber mit dem Weingut selbst hatte ich bis dato noch nichts zu tun. Als dann letzte Woche der aktuelle Sohns-Newsletter in meinen digitalen Postkasten flatterte und das nahende Ende der diesjährigen Strauß-Saison prophezeite, wollte ich nicht mehr länger warten: auf nach Geisenheim.<span id="more-1188"></span></p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/weingut-sohns-geisenheim/sohns-geisenheim-03.jpg" title="Mönchspfad" class="shutterset_singlepic161" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/161__267x200_sohns-geisenheim-03.jpg" alt="Mönchspfad" title="Mönchspfad" />
</a>
Die gut 2,5 Stunden Berg- und Talfahrt per pedes brachten mir dann auch einige neue Erkenntnisse über den Rheingau, seinen Wein und die Belastbarkeit meiner Familie. Interessanterweise setzte sich unsere &#8220;Seilschaft&#8221; aus vorwiegend lokalen und lokal bewanderten Teilnehmern zusammen, allerdings ohne aktive Twitterer. Highlight (neben den flüssigen Schätzen &#8211; Weißburgunder und Riesling &#8211; am Wegesrand) war dann mit Sicherheit auch das &#8220;Selber-Traktor-fahren&#8221;. Zumindest sofern man die Handbremse löste (siehe <a title="Galerie Weingut Sohns" href="http://www.weinspion.de/galerien/weingut-sohns-geisenheim/" target="_self">Galerie</a>)! Für meine Tochter war es übrigens wie Karussel-fahren ohne Extra-Eintritt <img src='http://www.weinspion.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/weingut-sohns-geisenheim/sohns-geisenheim-10.jpg" title="Keller-Geheimnisse" class="shutterset_singlepic168" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/168__200x267_sohns-geisenheim-10.jpg" alt="Keller-Geheimnisse" title="Keller-Geheimnisse" />
</a>
Zurück am Weingut ging es dann noch in den Keller um dort ein wenig was über die Weinmacherkunst und die Philosophie zu erfahren sowie den ersten Roten für diesen Tag zu verkosten. Zum Glück hatte man für unsere &#8220;Wandergruppe&#8221; Plätze reserviert, denn die Straußwirtschaft war bei unserer Rückkehr bis auf den letzten Platz besetzt. Dort gab es dann noch die Top-Tropfen von Sohns zu probieren und außerdem konnten wir auch den aufkeimenden Hunger bekämpfen &#8211; erfolgreich wohlgemerkt. Obwohl ich ehrlich gesagt die Rheinsteig-Platte nicht ganz geschafft habe. Immerhin weiß ich seit gestern, dass mein Sohnematz (10 Monate) Spundekäs innig liebt!</p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/weingut-sohns-geisenheim/sohns-geisenheim-12.jpg" title="Sohns-Wein" class="shutterset_singlepic170" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/170__267x200_sohns-geisenheim-12.jpg" alt="Sohns-Wein" title="Sohns-Wein" />
</a>
Ich bin mir nicht sicher ob es am vorzüglichen Wein, dem tollen Wetter, der spaßigen Truppe oder der Kombination aus all diesen Faktoren lag &#8211; jedenfalls sind wir deutlich später &#8220;vom Hof geritten&#8221; als wir das vorhatten. So viel ist aber mal klar: wir kommen wieder und werden den &#8220;Werdegang&#8221; von Junior Pascal Sohns, der sich nach BWL-Studium und Auslandsaufenthalt nun doch dazu entschlossen hat das Weingut und somit die Familientradition fortzuführen, online begleiten. Außerdem habe ich noch einige Flaschen Sohns-Wein erstanden und so wird in nächster Zeit mit Sicherheit das ein oder andere Weindossier hier auftauchen.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong></p>
<p>Danke an Erich Sohns für die Führung, Sabine Sohns (&amp; Team) für die Leckereien, Pascal &amp; Martin für den &#8220;Kontakt&#8221;, den Mitstreitern für so manche helfende Hand sowie meiner Frau, meiner Tochter, meinem Sohn und unserem Buggy für ihr Durchhaltevermögen.</p>
<h3>Weingut Sohns</h3>
<p>Inhaber Erich Sohns</p>
<p>Hospitalstraße 25<br />
65366 Geisenheim</p>
<p>06722-8940</p>
<p><a title="Weingut Sohns" href="http://www.weingut-sohns.com" target="_blank">www.weingut-sohns.com</a></p>
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		<item>
		<title>Markenwein vs. Markante Weine</title>
		<link>http://www.weinspion.de/2009/08/markenwein-vs-markante-weine/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 20:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konträr]]></category>
		<category><![CDATA[Markenwein]]></category>
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		<description><![CDATA[Über welche Weine schreibt man eigentlich als Weinblogger?
Über bekannte Markenweine und holt sich somit via Google viele Klicks auf die Page? Oder über außergewöhnliche Weine, die man durch Zufall, per Empfehlung oder aufgrund vorheriger Recherche verkostet hat?
ute Frage. Obwohl ich sie mir selbst in dieser Form zu Beginn des WeinSpions garnicht gestellt habe. Ich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Über welche Weine schreibt man eigentlich als Weinblogger?</span></h3>
<p>Über bekannte Markenweine und holt sich somit via Google viele Klicks auf die Page? Oder über außergewöhnliche Weine, die man durch Zufall, per Empfehlung oder aufgrund vorheriger Recherche verkostet hat?</p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/allgemeine_bilder/weinregal-01.jpg" title="Was nehm ich nur? © sxc.hu" class="shutterset_singlepic155" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/155__200x267_weinregal-01.jpg" alt="Was nehm ich nur? © sxc.hu" title="Was nehm ich nur? © sxc.hu" />
</a>
Gute Frage. Obwohl ich sie mir selbst in dieser Form zu Beginn des WeinSpions garnicht gestellt habe. Ich habe einfach drauflos geschlürft und gebloggt. Letztes Wochenende habe ich mir eine entsprechende Frage aber aus meinem Bekanntenkreis stellen lassen müssen. <strong>Warum ich denn bitte über Weine schreiben würde, die kein Mensch kennt und nicht über solche, die überall im Regal stehen?</strong> Meine spontane Antwort war der Hinweis auf einige (unter Weinfreunden) bekannte Winzer und auch Supermarkt-Weine, die ich bereits verkostet habe. Im Hinterkopf hatte ich allerdings eher eine Antwort in Richtung: &#8220;Auf die ALDI-Plörre habe ich einfach keinen Bock!&#8221; Hab&#8217;s mir aber verkniffen.<span id="more-1152"></span></p>
<p>Aber nun mal ganz im Ernst. Welches ist denn der richtige Weg zu einem &#8220;guten&#8221; Weinblog? Zuerstmal natürlich der EIGENE, denn es ist ja mir überlassen was ich schreibe und dem Seitenbesucher überlassen, ob er es lesen will. Und ganz ehrlich werde ich &#8211; respektive wir &#8211; genau so weitermachen, wie wir es angefangen haben: einfach über das schreiben, was wir gerade im Glas haben. Oder hatten. Dies können sowohl Weine von bis dato völlig unbekannten Winzern und Weinmacher sein über Weine von &#8220;Shooting-Stars&#8221; oder etablierten großen Namen der Weinszene bis hin zu den Weinen mit den hinlänglich bekannten Markennamen aus dem Discounter. Wobei ich persönlich aber hier keinen Wein im TetraPak verkosten werde.</p>
<p>Nichts desto trotz werde ich die o.g. Kritik durchaus ernst nehmen, denn sie ist ja durchaus berechtigt. Speziell vor dem Hintergrund, dass Supermärkte und Discounter die größten Weinhändler Deutschlands sind, wünscht sich natürlich der ein oder andere eine (unabhängige) Meinung zu dem Wein, den er in seinem &#8220;präferierten Nahversorger&#8221; findet. Außerdem findet man ja speziell bei ALDI durchaus auch mal Weine ansprechender Qualität von namhaften Winzern aus dem In- und Ausland.</p>
<p>Mit anderen Worten wird der WeinSpion weiter machen wie bisher, aber neben den Empfehlungen der &#8220;Dealer seines Vertrauens&#8221; auch vermehrt Weine aus dem aktuellen Angebot der großen Ketten hier verkosten. Immerhin gibt es mit Sicherheit auch hier noch das ein oder andere <span style="text-decoration: line-through;">Schnäppchen</span> Highlight zu entdecken.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Stippvisite: Dirk Würtz, Gau-Odernheim</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 19:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Weinspion zu Besuch beim ultimativen &#8220;Weinmacher ZweiPunktNull&#8221;: Dirk Würtz. Oder kurz gesagt: Dä Wärtz live!
s ist gar nicht so einfach den ersten Eindruck von Dirk ( @Wuertz ) zu beschreiben. Mir kommen dauernd so Begriffe wie Rampensau, Verbalakrobat und One-man-Show in den Sinn. Obwohl der Besuch ja sehr dezent begann, denn Dirk hatte Besuch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Der Weinspion zu Besuch beim ultimativen &#8220;Weinmacher ZweiPunktNull&#8221;: Dirk Würtz. Oder kurz gesagt: Dä Wärtz live!</span></h3>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/dirk-wurtz/wuertz-dirk-001.jpg" title="@Wuertz &amp; @GeWürtz" class="shutterset_singlepic147" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/147__200x267_wuertz-dirk-001.jpg" alt="@Wuertz & @GeWürtz" title="@Wuertz & @GeWürtz" />
</a>
Es ist gar nicht so einfach den ersten Eindruck von Dirk ( <a title="@wuertz" href="http://twitter.com/wuertz" target="_blank">@Wuertz</a> ) zu beschreiben. Mir kommen dauernd so Begriffe wie <em>Rampensau</em>, <em>Verbalakrobat</em> und <em>One-man-Show</em> in den Sinn. Obwohl der Besuch ja sehr dezent begann, denn Dirk hatte Besuch von Markus Stolz (dem Macher von <a title="Elloionos" href="http://www.elloinos.com" target="_blank">elloinos.com</a>) und einem gemeinsamen Freund. Die Runde war sehr entspannt, das Thema war (natürlich) Wein und peu a peu landete die ganze Range von Würtz auf dem Tisch. Doch je später der Nachmittag, desto mehr Gäste fanden sich in der Königsmühle ein. Und je mehr Publikum, desto mehr Dirk Würtz. Wobei ich die eingangs erwähnte &#8220;One-man-Show&#8221; etwas relativieren muss, denn seine Frau Gabi ( <a title="@gewuertz" href="http://twitter.com/gewuertz">@Gewuertz</a> ) trägt einen nicht unerheblichen Teil zur Gastlichkeit im Hause Würtz bei. Danke auch nochmal an der Stelle für die geniale &#8220;Verköstigung zur Verkostung&#8221;.<span id="more-1060"></span></p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/dirk-wurtz/wuertz-dirk-002.jpg" title="Königsmühle" class="shutterset_singlepic148" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/148__200x267_wuertz-dirk-002.jpg" alt="Königsmühle" title="Königsmühle" />
</a>
Aber es wurde noch besser. Am frühen Abend versammelte sich eine illustre Runde zum Skat und meine Kenntnisse über den Wein im Allgemeinen und die (Cola-Schoppen-) Philosophie von Dirk im Speziellen wurde durch zahlreiche Anekdoten, brandheiße Love-News und psychosoziale Momentaufnahmen aus Gau-Odernheim (oder sollte ich besser sagen aus ganz Rheinhessen) ergänzt. Ich habe mal locker einen ganzen Tag gebraucht, um das süffisante Grinsen wieder aus meinen Antlitz zu tilgen. Herrlisch. Nicht zuletzt weil sich unter den Gästen wohl auch der ein oder andere Weinfachmann verbarg!?</p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/dirk-wurtz/wuertz-dirk-003.jpg" title="Dirk Würtz himself" class="shutterset_singlepic149" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/149__200x267_wuertz-dirk-003.jpg" alt="Dirk Würtz himself" title="Dirk Würtz himself" />
</a>
Unterm Strich muss ich sagen, dass ich mich hier saupudelwohl gefühlt habe. Als ich ankam kannte ich niemanden persönlich, aber als ich (deutlich später als geplant) vom Hof rollte fühlte ich mich keineswegs mehr fremd.  Leider habe ich meinen Besuch nicht mit den beiden zeitnahen Highlights in der Königsmühle -  dem Hoffest am Wochenende zuvor und den VideoDays am WE danach &#8211; verbinden können, aber hier muss der Spion &#8220;Besserung geloben&#8221;.</p>
<p>Speziell die Video-Drehs sollen ja zu unglaublichen Ergebnissen geführt haben. Zumindest wenn man den diversen Previews Glauben schenken darf.</p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/dirk-wurtz/wuertz-dirk-004.jpg" title="Würtz-Wein" class="shutterset_singlepic150" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/150__267x200_wuertz-dirk-004.jpg" alt="Würtz-Wein" title="Würtz-Wein" />
</a>
Die Weine von Dirk Wütz bzw. Weinmann &amp; Würtz (z.B.Potate, Weinmann &amp; Würtz 2, Weinmann &amp; Würtz 1 &#8220;Geyerscheiss&#8221; oder Weinmann &amp; Würtz Pinot Noir) durfte ich ja schon vor Ort kennen lernen, aber da ich irgendwie nicht dazu kam was mitzunehmen muss ich die Verkostungen für meine Dossiers in nächster Zeit dringend nachholen. Und dafür logischerweise nochmal schnell zur Königmühle fahren. Aber nur kurz. Ehrlich!</p>
<p>In der Tat, es war ein Antrittsbesuch ganz nach meinem Geschmack. Und wenn im Herbst die &#8220;sonstigen Festivitäten&#8221; etwas nachlassen, kann man ja immer mal wieder die <span style="text-decoration: line-through;">Skatbruderschaft</span> Königsmühle besuchen. Dann vielleicht sogar mit Familie. Obwohl&#8230;</p>
<h3>Dirk Würtz</h3>
<p>Königsmühle<br />
55239 Gau-Odernheim</p>
<p><a title="Würtz Wein" href="http://wuertz-wein.de/" target="_blank">www.wuertz-wein.de</a></p>
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		<title>Stippvisite: St. Antony, Nierstein</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 13:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinhessen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Wetter gut, der Tank voll, ab nach Rheinhessen. Hatte mich via Twitter mit Florian Jungbauer vom Weingut St. Antony in Nierstein &#8220;verabredet&#8221;.
K, verabredet ist vielleicht nicht ganz richtig, aber es hat trotzdem funktioniert. Florian hat sich also Zeit für mich genommen und so sind wir zuerst durch die Weinlagen gefahren um dann den Keller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Das Wetter gut, der Tank voll, ab nach Rheinhessen. Hatte mich via Twitter mit Florian Jungbauer vom Weingut St. Antony in Nierstein &#8220;verabredet&#8221;.</span></h3>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/st-antony/st-antony-01.jpg" title="Foyer, st. Antony" class="shutterset_singlepic143" >
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</a>
OK, verabredet ist vielleicht nicht ganz richtig, aber es hat trotzdem funktioniert. Florian hat sich also Zeit für mich genommen und so sind wir zuerst durch die Weinlagen gefahren um dann den Keller zu besichtigen und die aktuelle Range zu verkosten. Perfekter Rheinhessen-Auftakt.</p>
<p>Das heutige VDP-Weingut St. Antony ist ursprünglich aus der Guten-Hoffnungs-Hütte und deren Kalksteingrube im Süden Niersteins hervorgegangen, später wurde diese dann vom Maschinengiganten MAN übernommen. 2005 hat das Weingut die Familie Meyer erworben und es steht seit 2006 unter der Leitung von Felix Peters.<span id="more-1047"></span></p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/st-antony/st-antony-04.jpg" title="Roter Hang, Nierstein" class="shutterset_singlepic146" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/146__267x200_st-antony-04.jpg" alt="Roter Hang, Nierstein" title="Roter Hang, Nierstein" />
</a>
Doch zuerst mal in den Wingert. Im Roten Hang bewirtschaftet St. Antony heute Reben in den überregional bekannten Lagen Pettenthal, Ölberg , Hipping und Orbel. Und genau hierhin sind wir zuerst gefahren. Wenn man nun in den Reben steht, erahnt mann schon das &#8220;Terroir&#8221; des Roten Hangs und gerade nach einem Sommerregen liegt ein spezieller Duft in der Luft, denn man auch durchaus im Glas wiederfindet.</p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/st-antony/st-antony-02.jpg" title="Keller, St. Antony" class="shutterset_singlepic144" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/144__267x200_st-antony-02.jpg" alt="Keller, St. Antony" title="Keller, St. Antony" />
</a>
Zurück im Weingut ging es dann in den durchaus sehenswerten und großzügigen Keller. Hier findet man sowohl alte als auch neue Eichenfässer sowie Barriquefässer. Das Ganze wirkt sehr aufgeräumt und hier wird nicht nur so mancher Schatz gehütet, sondern es kommen Jahr für Jahr ein paar neue hinzu.</p>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/st-antony/st-antony-03.jpg" title="Florian Jungbauer" class="shutterset_singlepic145" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/145__267x200_st-antony-03.jpg" alt="Florian Jungbauer" title="Florian Jungbauer" />
</a>
Den Abschluss meiner kleinen Stippvisite bildete dann die Verkostung der aktuellen Weine von St. Antony. Nachdem ich ja schon die &#8220;Kinderstube&#8221; und den weiteren Werdegang des Weins bewundern durfte war ich jetzt umso mehr auf die Weine gespannt. Klare Sache: schon der Basis-Riesling &#8220;Bodenschatz&#8221;  weiß durch seine Frucht zu begeistern und der &#8220;Rotschiefer&#8221; ist ein Musterknabe was Frische und Mineralität angeht. In den Crand Crus wird dann schließlich der Terroir-Gedanke geradezu kultiviert. Einzelne Dossiers werden folgen.</p>
<p>Ich bedanke mich auf jeden Fall schon mal bei Florian für die private Führung und die Zeit, die er mir gegönnt hat.</p>
<h3>St. Antony Weingut GmbH &amp; Co. KG</h3>
<p>Wilhelmstr. 4<br />
D &#8211; 55283 Nierstein</p>
<p><a title="St. Antony" href="http://www.st-antony.de" target="_blank">www.st-antony.de</a></p>
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		<title>Gault Millau vs. Gutes Marketing ;-)</title>
		<link>http://www.weinspion.de/2009/07/gault-millau-vs-gutes-marketing/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 19:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konträr]]></category>
		<category><![CDATA[Wein-News]]></category>
		<category><![CDATA[Gault Millau]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist das Sommer(loch)-Weinthema: die &#8220;Revolte&#8221; der (resp. einiger Top-) Winzer  gegen den Gault Millau WeinGuide. Zu finden in (fast) jedem weinaffinen Blog, aber ohne nennenswerte Wahrnehmung durch die Konsumenten ausserhalb des Web.
ein, ich möchte nicht unbedingt als Nächster auf dem &#8220;bösen&#8221; Gault Millau und seinem geschassten Chefredakteur Diel rumhacken. Aber auch nicht unbedingt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Es ist das Sommer(loch)-Weinthema: die &#8220;Revolte&#8221; der (resp. einiger Top-) Winzer  gegen den Gault Millau WeinGuide. Zu finden in (fast) jedem weinaffinen Blog, aber ohne nennenswerte Wahrnehmung durch die Konsumenten ausserhalb des Web.</span></h3>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/allgemeine_bilder/wahl-wertung-01.jpg" title="Wahl und Wertung © sxc.hu" class="shutterset_singlepic112" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/112__200x300_wahl-wertung-01.jpg" alt="Wahl und Wertung © sxc.hu" title="Wahl und Wertung © sxc.hu" />
</a>
Nein, ich möchte nicht unbedingt als Nächster auf dem &#8220;bösen&#8221; Gault Millau und seinem geschassten Chefredakteur Diel rumhacken. Aber auch nicht unbedingt das Hohelied der &#8220;freien Winzerschaft&#8221; singen. Vielmehr möchte ich in der ganzen Diskussion mal das Augenmerk auf &#8220;uns Konsumenten&#8221; lenken. <strong>Denn immerhin leben ja beide Seiten von <em>unserem</em> Geld</strong>.</p>
<p>Der ganze Zinnober fing wohl mit einem Schreiben bzw. dem &#8220;Angebot&#8221; des Gault Millau an die zu bewerteten Winzer an in welchem man um einen freilwilligen Kostenbeitrag zur Produktion der WeinGuides &#8220;bat&#8221; um so zur Kostendeckung beizutragen. Verbunden war diese &#8220;Zahlungsaufforderung&#8221; mit der Aussicht auf ein paar &#8220;Goodies&#8221; wie Freiexemplare, Türschilder und das Recht zur Verwendung der Testergebnisse zum eigenen Marketing, etc. So weit &#8230; so gut. Oder eher &#8230; so ungeschickt.<span id="more-837"></span></p>
<p>Der Brief konnte zwischen den Zeilen nämlich auch ganz anders gelesen werden. Einfach ausgedrückt lag der Verdacht nahe, dass man u.U. für die knapp 200 Euro auch mit einer wohlwollend(er)en Bewertung rechnen könne. Zugegeben, der Brief war nicht nur unglücklich formuliert, er war auch eine offene Flanke für diejenigen, die sich wohl schon länger an der Person Armin Diel gerieben hatten. Die Konsequenz der Aktion: Diel räumt den Stuhl, die Presse hat ein weiteres Sommerthema und der Gault Millau <span style="text-decoration: line-through;">kriecht förmlich zu den Winzern zurück</span> geht wieder mit offenen Armen auf die Winzer zu. Ob nun nach dem klärenden Gespräch die Bewertung des GM transparenter oder die Einflussnahme der Winzer größer werden wird liegt wohl im Auge des Betrachters und wird uns &#8220;Externen&#8221; wohl erst die Zukunft zeigen.</p>
<h3><span style="color: #000000;">Und wir Verbraucher?</span></h3>
<p>Tja, <em>wir</em> schütteln verwundert den Kopf, wenn es denn überhaupt bei <em>uns</em> ankam. Zum Einen ist die Zahl derjenigen, die Ihren (deutschen) Weinkonsum am Gault Millau festmachen doch eher überschaubar und zum anderen weiß man auch bei anderen Special-Interest-Publikationen, dass der Hersteller mit dem größten Inserat wohl kaum die schechtesten Testnoten bekommt. Und nachdem heute nicht nur der GM heftigst zurückruderte sondern auch die &#8220;Wilden 14&#8243; ihren Boykott für beendet erklärt haben, war das Ganze wohl auch nur ein Sturm im sommerlichen Wasserglas. Am Ende haben &#8211; zumindest in meinen Augen &#8211; beide Seiten verloren. Denn weder dem Ruf des GM hat diese unfreiwillige PR wirklich geholfen noch den kommend gut bewerteten (Top-) Winzern, denn es bleibt (mehr denn je) der bittere Beigeschmack der möglichen Einflussnahme. Mit oder ohne &#8220;freiwilliger Spende&#8221;&#8230;</p>
<h3><span style="color: #000000;">Mehr zum Thema</span></h3>
<p><a title="weinverkostungen.de" href="http://weinverkostungen.de/top-winzer-contra-gault-millau-wineguide/" target="_blank">weinverkostungen</a> | <a title="Würtz-Wein" href="http://wuertz-wein.de/wordpress/2009/07/20/boykott-beendet-das-letzte-stuck-in-der-gault-millau-posse/" target="_blank">Würtz-Wein</a> | <a title="Nikos Weinwelten" href="http://www.nikos-weinwelten.de/home/beitrag/archive/2009/july/20/gault_millau_weinguide_wird_transparent/index.htm" target="_blank">Niko</a> | <a title="drinktank" href="http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=2818" target="_blank">drinktank</a> | <a title="Winzerblog" href="http://winzerblog.de/die-krise-um-den-weinfuehrer-gault-millau-in-der-presse-2023/" target="_blank">Winzerblog</a> | <a title="Weinakademie Berlin" href="http://www.weinakademie-berlin.de/gault-millau-armin-diel-tritt-zurueck" target="_blank">Weinakademie</a> | <a title="Twitter" href="http://twitter.com/#search?q=Gault%20Millau" target="_blank">twitter</a></p>
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		<title>Barolo-Yuppie vs. Trollinger-Gruftie</title>
		<link>http://www.weinspion.de/2009/06/barolo-yuppie-vs-trollinger-gruftie/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 20:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Konträr]]></category>
		<category><![CDATA[Image]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
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		<description><![CDATA[Um es direkt vorab zu sagen. Hier geht es mir nicht um die diversen &#8211; im Titel genannten &#8211; Weine, sondern um deren Konsumenten. Oder vielleicht doch um den Wein als solches und sein Image.
ch nein, es geht vielmehr um das Image des Weintrinkers! Die Werbung sieht den Stereotyp &#8220;Weinfreund&#8221; als erfolgreichen Schlipsträger Mitte bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Um es direkt vorab zu sagen. Hier geht es mir nicht um die diversen &#8211; im Titel genannten &#8211; Weine, sondern um deren Konsumenten. Oder vielleicht doch um den Wein als solches und sein Image.</span></h3>
<p>
<a href="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/allgemeine_bilder/in-vino-veritas-01.jpg" title="In vino veritas © rouvy / PIXELIO" class="shutterset_singlepic83" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.weinspion.de/wp-content/gallery/cache/83__200x267_in-vino-veritas-01.jpg" alt="In vino veritas © rouvy / PIXELIO" title="In vino veritas © rouvy / PIXELIO" />
</a>
Ach nein, es geht vielmehr um das Image des Weintrinkers! Die Werbung sieht den Stereotyp &#8220;Weinfreund&#8221; als erfolgreichen Schlipsträger Mitte bis Ende 30 , der Abends auf der Terrasse seines Lofts ein Glas Wein in der Hand hält und auf die Stadt &#8220;herabschaut&#8221;. Oder sie entwirft das Bild der Gruppe junger Menschen, die fröhlich lachend im Weinberg Wein aus hochstieligen Gläsern trinken. Schöner Schein.</p>
<p>Denn die Realität sieht doch ganz anders aus. Auf Weinfesten und in entsprechenden Winzerstuben ist man doch mit 50 noch ein junger Hüpfer. Weinlokale und Straußwirtschaften haben meist noch das &#8220;Eiche dunkel&#8221;-Flair der muffigen 50er und bei vielen Winzern wird man erst ab &#8220;grau-meliert in der E-Klasse&#8221; ernst genommen. Mit anderen Worten: die Weinwirtschaft geht nicht nur im Rahmen der aktuellen Wirtschaftskrise den Bach hinunter &#8211; ihr stirbt auch nach und nach die Klientel weg. Ich selbst bin vor 5 Jahren als Mitdreißiger bei meinem Jungesellenabschied zum Weinfest nach Boppard am Rhein &#8220;geschippert&#8221; worden. Die Jungs und ich haben damit das Durchschnittsalter um gefühlte 25 Jahre nach unten gezogen.</p>
<p>Wo liegt also das (Image-) Problem mit dem Wein und der <span style="text-decoration: line-through;">Jugend</span> U35?<span id="more-603"></span> Ist Wein nicht &#8220;cool&#8221; genug? Nicht &#8220;hip&#8221; genug? Oder hat die Zielgruppe der MTV- und VIVA-Generation einfach noch Keiner wirklich beackert? Wohl kaum. Denn peinliche Print- und andere Kampagnen z.B. des DWI gab es ja schon zu Hauf. Hier hat  (nicht nur) der Goldene Hirsch keinen wirklichen Stich gemacht. Gar nicht erst anfangen will ich von den täglichen bunten Werbeblättchen im Briefkasten, in welchen die diversen Discounter ihre Plörre zu Dumping-Preisen unters Volk bringen: vom Pennerglück im Terta-Pack bis hin zum &#8220;ausgesuchten Spitzenwein&#8221; für &#8220;nur 3,99 €&#8221;. Ist ALDI eigentlich schon der größte deutsche Weinhändler oder erst noch auf dem Weg dahin?</p>
<p>Natürlich gibt es auch jugendliche Besucher auf Weinfesten. Nur bilden diese eher eine Mindereheit. OK, das ändert sich dann schlagartig gegen Mitternacht. Natürlich gibt es auch coole Vinotheken und Lounges, allerdings ist hier oft die Türschwelle eher eine Hemmschwelle vor lauter Design und Verkäufern in teuren Hemden. Und natürlich gibt es Weinhöfe und Straußwirtschaften, die zeitlos oder modern gestaltet sind. Hier hoffe ich dann immer auch, dass ich mit 2 Kindern willkommen bin&#8230;</p>
<p>Meine eigentliche Hoffnung zur Verjüngung und Verbesserung des Wein-Images liegt allerdings nicht in der Werbung, den Verbänden oder irgendwelchen Marktforschungs-gläubigen Weinpredigern. Sie liegt ganz am Anfang der Kette: bei den jungen Winzern und Weinmachern. Sie haben es in der Hand, ein Generations-gerechtes oder auch gerne Generations-übergreifendes Produkt zu kreieren. Sie können z.B. mit dem Layout und Design ihrer Flaschen die Zielgruppen stärker diversifizieren und somit auch erreichen. Sie haben neue und gute Ideen und gehen zum Teil andere Wege als ihre Väter. Und das, obwohl auch diese keine schlechten Weine gemacht haben! Sie sind vor allem selbst Teil dieser Generation.</p>
<p>Die &#8220;jungen Wilden&#8221; haben außerdem heute die Möglichkeit die neuen Medien für ihre Zwecke zu nutzen. Und auch keine Berührungsängste mit dieser Technologie, ebensowenig wie mit den neuen Technologien im Weinbau. Alles in Allem sehe ich die Zukunft der Weinwirtschaft garnicht mal so schwarz. Es wird sich eben nur einiges änderen müssen. Gerade hier am Rhein wäre eine solche Verjüngungskur mal dringend nötig. Sowohl im Weinberg als auch im Schankraum!</p>
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